Werbung in Uni-Mailings

Universtiät July 14th, 2004

Heute den Studienbeitrag-Erlagschein für das Wintersemester bekommen. Zuerst nur das Signet der Uni gesehen und habe mich gewundert, warum eigentlich der Kouvert so dick ist, was da wohl enthalten sein mag. Mach es auf, fällt mir gleich eine Broschüre einer Bank entgegen, mit Angeboten und allem. Vollrechtsfähigkeit der Universitäten, hab ich mir gedacht. Budgetmangel, daß man sich schon gezwungen sieht, seine Studenten mit Rundablagematerial zu versorgen. Und daß das unter keinen Umständen in nächster Zeit besser wird, eher an amerikanische Verhältnisse angeglichen wird. Ich bin gespannt, wann der erste gesponsorte Professorensessel eingerichtet wird. Oder habe ich hier schon etwas verpaßt? Falls letzteres noch nicht zutrifft, hoffe ich, daß ich auf ersteres noch lange warten muß.

Studentenprotest vergangener Tage

Universtiät June 14th, 2004

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Gerade wieder einmal meinen “Sparschein” in der Hand gehalten, der im Zuge der Studentenproteste, die mit dem Fall der Studentefreifahrt in Wien, eine der vielen von der ÖH unternommenen Protestaktionen war. Damals fand ich ihn so nett, daß er bis heute überlebt hat. Damals war ich sogar noch auf der TU Wien. Lang lang ists her. Kann sich noch wer an die ganze Problematik erinnern?

Studienfortgang oder Der jedes Semester stattfindende Kampf mit der Informatik

Universtiät March 3rd, 2004

Inzwischen bin ich auf der Uni Wien soetwas wie ein alter Hase, der weiß, was gespielt wird, wie was abzulaufen hat, wo man was bekommt und wo nicht. Nach ein paar Semestern sollte das ja auch so sein. Dazu kommt noch, daß mich dieses Studium mit jedem Semester mehr in seinen Bann zieht und ich im Grunde nicht Zeit genug dafür investieren will.
Dann, wie inzwischen seit ein paar Semestern, Anmeldung zu einem Seminar, das man zu besuchen wünscht. Daran sollte ja nichts besonderes sein, wie immer, steht man rechtzeitig auf, so daß man Punkt acht Uhr morgens, MET oder GMT +1, versteht sich, vor dem Computer sitzen kann um in diesem netten Formular, daß eine Institutssangehörige selbst programmiert hat, seine Daten einzutragen um sich anzumelden. Man sollte glauben, daß es möglich sein sollte. Aber, auch wie jedes Jahr, das gleiche Ergebnis. Der Server lädt anstandslos die Seite, man gibt alles ein, wählt das Seminar aus und klickt auf anmelden. Und bekommt eine Fehlermeldung, wegen anscheinender Überlastung des Systems. Gut, denkt man sich da, versucht man es nocheinmal. Zurück-Button klicken, nocheinmal Daten eingeben, noch einmal “Anmelden.” Noch eine Fehlermeldung. In diesem Moment ist sogar der Subserver überlastet, da mehr als 50 gleichzeitige Zugriffe stattfinden. Als ich die Zahl gelesen habe, kam als erste Reaktion ein sehr lautes Lachen. Und dann ein Reload, noch ein Reload, noch ein Reload, bis irgendwann einmal die Liste der möglichen Seminare wieder erscheint, die inzwischen bedenklich kürzer geworden ist. Noch einmal alles eingeben, Anmelden. Noch eine Fehlermeldung. Dann, keine Fehlermeldung, dafür eine, daß das Seminar jetzt voll belegt ist. Erste Reaktion: Geh in Oarsch. Man ist ja auch nur ein Mensch. Dann, weil es ja jedes Semester das gleiche ist, ignoriert man einfach dieses Ergebnis. So, wie wahrscheinlich alle anderen auch, die zehn Mal geklickt haben und noch immer keine anständige Rückmeldung bekommen haben.
Kommunikationswissenschaftlich interessant ist, warum man immer so oft klicken muß. Man will diese Rückmeldung haben, daß jetzt alles in Ordnung ist. Die Erwartung, die in einem Studenten erzeugt wird, daß das so ablaufen muß und nicht anders, ist extrem. Gerade an der Uni Wien, die nicht nur für Studenten ein bürokratisches Dickicht darstellt. Auch die Erwartung, die das Medium in seiner Funktionsweise erzeugt, da man es gewöhnt ist, eine Antwort auf sein Tun zu erhalten. Im Übrigen ist es wahrscheinlich so, daß ich jetzt zehnmal auf der Liste stehen werde, so wie es letztes Semester war bei denen, die nur Fehlermeldungen gesehen haben und nichts als jene. Und die eigentliche Lösung, auch wie jedes Semester, man geht in die erste Veranstaltung, so wie alle anderen auch, die dann wahrscheinlich wieder hoffnungslos überfüllt sein wird, was aber einfach ignoriert wird, da man dies ja ohnehin gewöhnt ist, und bittet den Vortragenden, noch einmal Nachsicht zu üben, man habe ja alles versucht, aber ständig nur diese Fehlermeldung gesehen.
Ich bin mir ja nicht sicher, wie groß diese Zugriffsspitze ist, die so regelmäßig erzeugt wird durch die Anmeldung. Allerdings bin ich mir sicher, daß ein System so konzipiert werden sollte, daß es alle zu erwartenden Zugriffsspitzen um zumindest ein Drittel der Leistung überbieten kann. So ist es im Normalfall in der Privatwirtschaft. Und für einen Studenten ist die Seminaranmeldung nichts anderes als eine Mission Ciritical Application. Es ist immanent entscheidend über sein Fortkommen im Studium. Dann frage ich mich auch, warum dieses Skript, daß hier von besagtem Institutsangehörigen geschrieben wurde, noch immer nicht durch ein aktuelleres ersetzt worden ist, Perl-Skripts sind recht schwierig handzuhaben, wenn es um Performance geht. Entweder man übertüncht dieses Problem mit Rechenleistung, was offensichtlich nicht geschieht, oder man ändert die Lösung. Was offensichtlich nicht geschieht.
Daher: verfahren wir wie immer nach Schema F, alles bleibt beim Alten. Die Anmeldung der Internet existiert, wird gemacht, bricht zusammen, wird ignoriert und damit fertig.

Offener Brief des Rektorats und der Dekane an die ÖH

Universtiät January 21st, 2004

Die Universität Wien ist im Moment ein sehr interessantes Pflaster, um dort zu studieren. Was vor allem von den politischen Aktivitäten der Studentenvertretung als Reaktion auf das UG 2002 herrührt, daß die Universität in einen Zustand versetzt, wie er schon lange nicht mehr vorhanden war. Ob es zum Guten oder Schlechten ist, kann ich zwar kommentieren, aber es liegt nicht in meiner Macht, darüber eine Entscheidung zu treffen. Die offensichtlichen Punkte allerdings reduzieren die studentische Mitbestimmung auf eine beratende Tätigkeit im Senat, der von den Professoren und dem Rektorat beherrscht wird und bringen anscheinend deutliche Verschlechterungen für das Studium mit sich, wie die Reduktion der Anzahl möglicher Prüfungswiederholungen oder die Abgabe von Arbeiten bis zu zwei Semester nach dem Ende der Vorlesung oder des Seminars, um nur Beispiele zu bringen. Beides hat für mich allerhöchstens Konsequenzen in der Strukturierung von Lern- und Arbeitstätigkeit. Und darin, daß es schwieriger wird, neben dem Studium zu arbeiten, obwohl sich der Zwang dazu deutlich erhöht hat. Irgendwie merke ich gerade, ich werde mild und nachgiebig, nach einer Phase der Rebellion gegen dieses Gesetz. Inzwischen habe ich bald einen wienerischen Zugang dazu… schau’ma halt amol…

Unten der Brief des Rektorats and die, meines Erachtens doch ein wenig zu weit gegangenen Protestaktionen der ÖH.

S.g. Vorsitzendenteam!

Das Rektorat und die Dekane der Universität haben regelmäßig ihre
Bereitschaft zu offenen Gesprächen mit den Studierenden und anderen
Angehörigen der Universität über die Gestaltung der universitären
Strukturen im neuen Organisationsplan zum Ausdruck gebracht. Wir bedauern,
dass Sie erneut unser Angebot zu konstruktiven Gesprächen ablehnen.

Ihre Weigerung, das Rektorat als Gesprächspartner anzuerkennen, schadet der
Sache der Studierenden, deren Anliegen Sie vertreten wollen.

Um die Rückkehr zu gemeinsamen Gesprächen zu erleichtern, schlagen wir die
Moderation durch eine externe Persönlichkeit vor, die mit den universitären
Gegebenheiten vertraut ist; zum Beispiel durch den ehemaligen Präsidenten
des Verfassungsgerichtshofes, der bis Ende 2003 Vorsitzender des
Universitätsbeirates war.

Die Rahmenbedingungen der Gespräche werden durch das Universitätsgesetz
2002 vorgegeben, an denen sich die Ausgestaltung des Organisations- und
Entwicklungsplans sowie die studentische Mitbestimmung orientieren muss.
Viele der im Zuge Ihrer Protestmaßnahmen erhobenen Forderungen beziehen
sich auf gesetzliche Gegebenheiten, deren Veränderung nur durch das
Parlament möglich ist.

Der Ende letzter Woche vom Senat mehrheitlich gebilligte Entwurf zum
Organisationsplan ermöglicht:
· vereinfachte und unbürokratische Abläufe für Studierende und
WissenschafterInnen
· die Etablierung inter- und transdisziplinärer Forschungs- und Lehrinhalte
(z.B. im Bereich Cultural Studies, Genderstudies)
· besondere Förderung von jungen Wissenschafterinnen und Wissenschafter
· Etablierung neuer Formen der studentischen Mitwirkung

Wir bitten Sie uns darin zu unterstützen, die Weiterentwicklung der
Universität gemeinsam zu gestalten.
Die verbale Aufrüstung der letzten Wochen und die Anfeindungen gegenüber
Mitgliedern der Universitätsleitung drohen zu einer Radikalisierung zu
führen, die die Grenzen demokratischer Auseinandersetzung überschreitet.

Die Universität ist ein Ort des freien Wortes und des friedlichen
Wettstreites der Argumente!

Gottfried Adam
Wolfgang Greisenegger
Günter Haring
Johann Jurenitsch
Arthur Mettinger
Christian Noe
Walter Rechberger
Franz Römer
Martha Sebök
Günther Vinek
Georg Winckler
Paul Zulehner

Die Dekane und das Rektorat der Universität Wien.

Gedanken zu Marshall McLuhan

Universtiät December 10th, 2003

Nachdem ich jetzt länger an einer Seminararbeit über Herbert Marshall McLuhan geschrieben habe, ist diese jetzt fertig geworden. Endlich wieder mehr Zeit, etwas anderes zu tun, wie zum Beispiel die nächste Seminararbeit schreiben. Die ist leider auch bald fällig.
Für alle, die an meiner Meinung und einer kleinen Zusammenfassung von McLuhans “Understanding Media” Interesse haben, habe ich die 26 Seiten als pdf ausgegeben und online gestellt.

[Die Arbeit]