Adbusting via Photoshop Interface

Netz, News January 15th, 2009

Mekka hat darauf hingewiesen, ich find’ es genauso gut: Adbusting durch das Anbringen von Photoshop-Interfaceelementen direkt am Sujet. Zwar ist die Anspielung für den Computerlaien nicht verständlich, für den Kenner beider Probleme dafür umso netter.

Photoshop Adbusting @ fubiz

Gefalteter Falke

Netz December 23rd, 2008

Bei Wired gibt’s eine Anleitung, wie man einen Millennium Falcon aus Papier faltet. Ein Muss für alle Star Wars Fans! Damit man sich endlich mal so richtig als Han Solo (oder als Chewbacca) fühlen darf.

Wired
Fold an Origami ‘Millennium Falcon’

Life-Fotografie

Fotografie, Netz, News, Verschiedenes November 20th, 2008

Time Warner hat über eine Kooperation mit Google begonnen, das gesamte Bildarchiv des Life Magazine öffentlich zugänglich zu machen. Bilder, die nicht nur das gesamte 20te Jahrhundert dokumentieren, sondern bis weit in das 18. Jhdt zurückreichen. Bilder, die meine Vorstellung der Welt durchwegs beeinflusst haben.

So kann man Henri-Cartier Bressons Bilder der Einäscherung Gandhis finden, wie auch Margaret Bourke-Whites Bilder aus der Zeit des 2. Weltkriegs, alle Time-Cover bis hin zu einem Steve Jobs-Portrait mit Schnurrbart und apple II aber ohne black turtleneck.

Im Augenblick stehen laut FAQ ungefähr 2 Millionen Bilder zur Verfügung, es werden laufend weitere gescannt und zugänglich gemacht. Angaben über die Nutzungsrechte der Bilder konnte ich online leider keine finden. Heise schreibt diesbezüglich, dass alle Bilder für den Privatgebrauch frei nutzbar sind, kommerzielle Nutzungen nach wie vor beantragt werden müssen.

Es ist möglich, über die normale Bildsuche durch das einfache Anhängsel “source:life” direkt auf das Life-Bildarchiv zuzugreifen. Man kann außerdem über die von Google eigens für das LIFE Bildarchiv erstellte Oberfläche gerahmte Drucke der Bilder ab einem Preis von 79.99$ bestellen. Die Bestellung und der Druck wird über Qoop abgewickelt und es scheint, als ob eine Lieferung nach Österreich möglich wäre.

LIFE photo archive hosted by Google

Heise News
Leben im Bild – Google zeigt 10 Millionen “Life”-Fotos

FAZ
10 Millionen Mal Life auf Google

CO gegen CO2

Gedanken, Medien, Netz, News, Tippfehler November 2nd, 2008

Am 26. September dieses Jahres habe ich mich unter dem Titel “Keine Ruhmestat” darüber beklagt, dass selbst im Rahmen der aktuellen Klimadebatte die chemischen Summenformeln für CO2 nicht mehr korrekt wiedergegeben werden. Dazu habe ich am 31.10.2008 eine Rückmeldung und Klarstellung von Regina Pöll bekommen, die diesen Artikel geschrieben hatte, die ich hier im Rahmen eines offenen Briefes kommentieren möchte.

Sehr geehrte Frau Pöll,

Sie haben mir am 31.10.2008 folgende Rückmeldung auf meine Kritik zu Ihrem Artikel “CO2-Speicherung: Europas Klimaproblem ist lösbar” geschrieben:

Regina Pöll wrote:
Sehr geehrter “mask” – wer immer sich dahinter verbirgt; da ich gerade
über Ihre Kritik an meinem CO2(!)-Artikel stolpere: Tatsächlich ist der
Artikel im Print ausschließlich mit CO2 (und nicht etwa CO) erschienen – und
für die Printfassung bin ich verantwortlich. Offenbar ist beim Übersetzen der
Printversion in die Onlinefassung die niedriger gestellte “2″ mehrmals
verloren gegangen. schlicht ein Technik-Problem, aber jedenfalls gut zu wissen.
Ich darf Ihnen versichern, den Unterschied zwischen CO2 und CO zu kennen …
herzliche Grüße! Regina Pöll

Ich möchte mich auf diesem Weg bei Ihnen für das vorgefallene Missverständnis, das nach Ihrer Aussage auf einer problematischen Konvertierung des Textes, speziell der Subskripte, beruht und daher ein technisches Problem ist, entschuldigen und Ihnen mitteilen, dass ich davon ausgegangen bin, dass Sie den Unterschied zwischen Kohlenmonoxid und -dioxid kennen.

Meine Kritik, die ich in verschiedener Form schon öfters auf diesem Weblog geäußert habe, liegt im Wesentlichen darin, darauf hinzuweisen, wie viele Fehler sich gerade in den Online-Ausgaben der großen österreichischen Tageszeitungen finden.

Ich gehe davon aus, dass alle JournalistInnen über die entsprechenden Deutschkenntnisse verfügen, um in der Lage zu sein, die überwiegende Mehrheit der grammatischen Fehler zu vermeiden. Um zu erklären, warum es zu einer solchen Häufing von Fehlern in Artikeln kommt, fehlen mir die Informationen, das Problem scheint aber strukturell verankert zu sein. Darüber, welche Ursachen tatsächlich dahinter stehen, kann ich an dieser Stelle nur spekulieren. Unterbesetzte Redaktionen, der scheinbar notwendig gewordene Zwang des Journalismus, jedes Thema in möglichst kurzer Zeit möglichst umfangreich zu bearbeiten, Redaktionssysteme, die die Konvertierung von Text auf verschiedene Ausgabemedien nur unzulänglich leisten, fehlende Lektorate, um solche technischen Unzulänglichkeiten auszumerzen. Es ist bezeichnend für die von mir beschriebenen Probleme, dass die Fehler, die ich an Ihrem Artikel kritisiert habe, bis heute nicht korrigiert wurden.

Schlussendlich freut es mich, dass meine Arbeit auf diesem Weblog nicht ganz unbeachtet bleibt und ich dazu beitragen kann, dass diese Probleme möglicherweise diskutiert werden.

Mit freundlichen Grüßen,

Martin Skopal

Gebühren-Kippung

Medien, Netz, News October 8th, 2008

Das GIS ist in Österreich nicht gerade die beliebteste Institution. Im Augenblick hat sich die Debatte über abzuführende Rundfunkgebühren für einen Computer mit Internetanschluss in Deutschland wieder verstärkt, wie Heise berichtet, da ein Richter des Verwaltungsgerichts Münster die Gebühren für private Nutzung eines Internet-PCs erstinstanzlich gekippt hat. Womit die Rechtslage nicht mehr ganz so klar scheint wie zuvor.

In Österreich ist vor einiger Zeit bekannt geworden, dass das GIS inzwischen auch schon für Computer mit Internetanschluss Geld sehen will. Das hat sich ein Programmierer mit Herz nicht gefallen lassen, weshalb dieser versprochen hat, notfalls bis zum Höchstgericht seinen Fall durchjudizieren zu lassen. Die GIS selbst ist ja der Meinung, dass sie rechtens handelt, wie sie in ihren FAQs darlegt. Wer wirklich recht hat, bleibt vorerst noch Auslegungssache.

Diskussionen zur Auslegung gibt es zur Genüge, unter anderem bei der PPÖ. Das Problem bleibt, dass man bis zu einem Rechtsentscheid noch ein wenig warten wird müssen und bis dahin nur hoffen kann, dass man keinen unangemeldeten, unerwünschten Besuch bekommt. (Nein, ich spreche nicht von den Zeugen Jehovas. Die sind aber ähnlich aufdringlich.)

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Computer mit Internetanschluss keine Rundfunkempfangseinrichtungen sind.