10 Punkte

Kommentar, Netz, News June 3rd, 2009

Michael Moore hat in einem 10 Punkte Programm gefordert, dass der amerikanische Staat als nunmehriger Mehrheitseigentümer von General Motors, ähnlich wie im zweiten Weltkrieg, die Produktion umstellen soll. Damals sind innerhalb weniger Monate statt PKWs Panzer und Flugzeuge vom Band gelaufen. Heute wären es, ginge es nach Moore, neben Hochgeschwindigkeitszügen japanischer Prägung hauptsächlich Windräder und Photovoltaikzellen.

So unrealistisch die Forderung ist, ist sie voll von jenem verwegenen Skeptizismus, den Moore als Dokumentarfilmer so bekannt gemacht hat. Eigenlich die richtige Lösung. Wäre nicht das Problem der Umsetzung und dem Fakt, dass Panzer im 2. WK unglaublich viel einfacher zu konstruieren waren als Photovoltaikzellen und Hochgeschwindigkeitszüge heute.

Goodbye, GM by Michael Moore

“Frösche, Playboys, Keywords” &c…

Freunde, Medien, Netz May 27th, 2009

Richie Pettauer, Datenschmutzer und Webfrosch, hat seinen Studenten am Publizistik-Institut der Universität Wien ein Interview gegeben, in dem er über seine Sicht des Bloggens erzählt, wie er dazu gekommen ist, wie er Datenschmutz betreibt, wie er mit seiner Identität als Blogger im Web hantiert und wird auch zum Thema Geld angesprochen, das für ihn als professioneller Blogger umso bedeutender wichtiger ist. Das Interview führt Torben Grocholl, mit Dominik Gubi ist ein ehemaliger Student eines meiner Fachtutorien für die Technik verantwortlich.

Interview mit Ritchie Pettauer from Dominik Gubi on Vimeo.

Ich kann seinen Aussagen zum Qualitätsjournalismus und zur Regelmäßigkeit des Bloggens nur zustimmen und mir selbst eingestehen, dass ich in letzter Zeit eben genau jene Regelmäßigkeit vernachlässige.

Schande auf mein Haupt.

Bewusstseinsschärfung

Kommentar, Netz April 29th, 2009

Man tut gewisse Sachen nicht. Was man so alles nicht zu tun hat, wird einem meist von den aufgebrachten Erziehungsberechtigten mehr oder weniger eindrucksvoll als Kind oder Heranwachsender klar gemacht. Wenn man diese Sachen doch tut, und man tut diese Sachen dann noch an einem öffentlichen Ort, und wenn er auch virtuell ist, wird man nahezu immer erwischt. Das sollte man als Web-Entwickler immer im Hinterkopf behalten.

Die Abkürzung von “Frequently Asked Questions” verballhornt sich sehr leicht und sehr angenehm in eine bestimmte Richtung. Das ist lustig. Für Web-Entwickler.

IG Alpbach Wien - FAQ (Fakju)

Nachdem die IG Alpbach Wien darüber in Kenntnis gesetzt wurde, wurde die Verballhornung noch am gleichen Tag (19.3.2009) entfernt. In dem mir vorliegenden E-Mail hat man von “unangenehm” und “schlechten Scherz” gesprochen.

IG Alpbach Wien FAQ

Den Blindtextersatz finde ich nicht angemessen oder angebracht. Ein Text, der sinngemäß wiedergibt, dass die FAQ’s zu einem späteren Zeitpunkt nachgereicht werden, ergänzt um die Möglichkeit der unmittelbaren Kontaktaufnahme, wäre angebrachter gewesen und hätte den Besucher der Webseite nicht leicht verärgert zurückgelassen.

Die FAQ’s wurden inzwischen nachgereicht.

Die Screenshots wurden mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Und ich habe fast schon zu viel Gras darüber wachsen lassen.

IG Alpbach Wien

“Stop watch fucking LOST”

Netz April 7th, 2009

Ich hatte endlich Gelegenheit und Muße, mir die Keynote von Gary Vaynerchuk (Wine Library TV) anzusehen, die er auf einer Web 2.0 Expo gegeben hat.

Wesentliche Kernaussage: Hört endlich auf, sinnlose Serien anzusehen und arbeitet! Zweite Aussage, die andauernd mitschwingt: 9-to-5 Jobs machen keinen Spaß, den gibt es erst nachher (statt LOST) beim Verfolgen der höchstpersönlichen Ziele zum monetären Erfolg.

Tim sinniert über das nächste Netz

Computer, Gedanken, Medien, Netz, Software March 14th, 2009

Tim Berners-Lee erzählt aus dem Nähkästchen des Web-Urknalls, der 20 Jahre her ist, und verliert sich kurz in ein paar Anekdoten, als die Welt am CERN noch aus furchtbar vielen unterschiedlichen proprietären Dateiformaten bestand und die Idee des World Wide Webs bei seinem Chef als Freizeitprojekt durchgehen musste.
Seine Zukunftsvision “Linked Data” basiert auf der Idee des Hypertexts, geht aber, wie er sagt, über die ausschließliche Verknüpfung von Text hinaus und möchte jegliche Art von Daten miteinander in Beziehung setzen. Entscheidend ist, sagt er, dass jedermann und jederfrau sein oder ihr Schärflein dazu beiträgt, “Raw Data” ins Netz zu bringen und an bestehende Daten anzukoppeln. Aus der Sicht eines Wissenschaftlers wäre es traumhaft, dermaßen umfangreiches Datenmaterial zur Erforschung zur Verfügung gestellt zu bekommen, da interdisziplinäre Schlüsse erleichtert oder überhaupt erst ermöglicht werden.
Der Hinweis, dass die Relationen von Daten überhaupt erst gewisse Schlüsse aufzeigen, ist angebracht. Wie viel können wir durch die Untersuchung der Relationen von Daten lernen?

TechCrunch
Twenty Years Later, The Web Is Finally Turning Into a Computer