Life-Fotografie

Fotografie, Netz, News, Verschiedenes November 20th, 2008

Time Warner hat über eine Kooperation mit Google begonnen, das gesamte Bildarchiv des Life Magazine öffentlich zugänglich zu machen. Bilder, die nicht nur das gesamte 20te Jahrhundert dokumentieren, sondern bis weit in das 18. Jhdt zurückreichen. Bilder, die meine Vorstellung der Welt durchwegs beeinflusst haben.

So kann man Henri-Cartier Bressons Bilder der Einäscherung Gandhis finden, wie auch Margaret Bourke-Whites Bilder aus der Zeit des 2. Weltkriegs, alle Time-Cover bis hin zu einem Steve Jobs-Portrait mit Schnurrbart und apple II aber ohne black turtleneck.

Im Augenblick stehen laut FAQ ungefähr 2 Millionen Bilder zur Verfügung, es werden laufend weitere gescannt und zugänglich gemacht. Angaben über die Nutzungsrechte der Bilder konnte ich online leider keine finden. Heise schreibt diesbezüglich, dass alle Bilder für den Privatgebrauch frei nutzbar sind, kommerzielle Nutzungen nach wie vor beantragt werden müssen.

Es ist möglich, über die normale Bildsuche durch das einfache Anhängsel “source:life” direkt auf das Life-Bildarchiv zuzugreifen. Man kann außerdem über die von Google eigens für das LIFE Bildarchiv erstellte Oberfläche gerahmte Drucke der Bilder ab einem Preis von 79.99$ bestellen. Die Bestellung und der Druck wird über Qoop abgewickelt und es scheint, als ob eine Lieferung nach Österreich möglich wäre.

LIFE photo archive hosted by Google

Heise News
Leben im Bild – Google zeigt 10 Millionen “Life”-Fotos

FAZ
10 Millionen Mal Life auf Google

Tarnen und Täuschen

Fotografie, Verschiedenes November 9th, 2008

Fast jeder Fotograf, den ich kenne, geht vorsichtig mit seinem Gerät um und möchte, dass ihm so wenig wie möglich dabei zustößt. Dass man dabei aller Vorsicht und der umfangreichen Ausrüstung wegen schnell mit einer dieser “Ich bin eine Fototasche” schreienden Taschen endet, liegt vielleicht in der Natur der Sache. Zuerst hat es Crumpler bewiesen, dass eine Fototasche nicht wie jede andere Fototasche aussehen muss. Die Zeiten, als ich Crumpler aus Australien bestellt habe, sind allerdings auch schon ein Weilchen aus. Man kann schon länger nicht mehr behaupten, dass die Marke eine unbekannte wäre. Daher gilt eines meiner ursprünglichen Argumente, Crumpler zu kaufen, nicht länger: Die Tasche sieht nicht aus wie eine Fototasche.

Wie kommen man daher zu einer Fototasche, die nicht aussieht wie eine? Man mache sie selbst. Wie das geht? Dafür gibt’s ein nettes kurzes How-To bei Wired.

Blitzlichtgewitter

Fotografie, News, Verschiedenes November 7th, 2008

Fotografie im Ausstellungswesen führt in Wien bekanntlich ein Schattendasein, gegen das seit einiger Zeit gottseidank vermehrt vorgegangen wird. Der Europäische Monat der Fotografie, der gerade eingeläutet wurde, ist eines dieser Unterfangen. Mit, nach Zählung der Presse 125 Ausstellungen, kann man durchaus von einer Fotografieausstellungsoffensive sprechen. Dass die gerade im WestLicht eröffnete Bitesnich-Ausstellung ebenfalls dazu gezählt wird, scheint hier gerade noch selbstverständlich. Dazu kommen noch Ausstellungen von Didi Sattmann, Erich Lessing, Ernst Haas, Ferdinand Schmutzer, Peter Rigaud und vielen vielen anderen.

Die gesamte Liste gibt es unter www.monatderfotografie.at.

Mich findet man nächste Woche auf der Ausstellungseröffnung von Didi Sattmann. Danach könnte es ein wenig hektisch werden ;)

Einen Beitrag über den Europäischen Monat der Fotografie gibt es bei Ö1.

“More Nudes”

Fotografie, News October 27th, 2008

Es ist wieder Bitesnich-Ausstellung. Diesmal in der Galerie Westlicht. Morgen, 28.10. ist Eröffnung, die Ausstellung läuft bis 5.1.2009. Vor einiger Zeit, 2004, war eine Bitesnich-Schau im KunstHausWien, welche schon sehr sehenswert war.

Bitesnichs auf Bild gebannte Körperskulpturen sind absolut sehenswert und im relativ intimen Rahmen der Galerie Westlicht anzunehmend annehmend in Szene gesetzt.

Es kann nur Eins geben

Fotografie October 22nd, 2008

Wired hat ein kurzes How-To geschrieben, wie man Tiefenschärfe mit analogen oder digitalen Mitteln applizieren kann. Dabei wird aufgezeigt, das es dabei nicht auf die Schärfe, sondern die Unschärfe, neudeutsch “Bokeh”, ankommt. Überzeugendes Bokeh – ich les immer Bouquet, sozusagen die Fülle des Geruchs nach Unschärfe – erzeugt man am geeignetsten mittels eines entsprechenden Objektivs.

Meine Empfehlung dafür: Das Noctilux. Kam heuer in einer Neuauflage mit einer Lichtstärke von 1:0,95. Das alte, seit 1975 am Markt, wurde verabschiedet.

Ein paar schöne Beispiele für Noctilux-Bilder.