Die Orangen

News October 23rd, 2008

Ist es böse, wenn mir nach der Überschrift “Hotelier managt BZÖ-Klub” beim Satz “Die Orangen haben den Kärntner Josef Bucher zum neuen Klubchef gewählt.” sofort Assoziationen auf Südfrucht und Sauer durch den Kopf wandern, als dass ich an eine politische Lokalerscheinung in Österreich denke?

Kurier
Hotelier managt BZÖ-Klub

Es kann nur Eins geben

Fotografie October 22nd, 2008

Wired hat ein kurzes How-To geschrieben, wie man Tiefenschärfe mit analogen oder digitalen Mitteln applizieren kann. Dabei wird aufgezeigt, das es dabei nicht auf die Schärfe, sondern die Unschärfe, neudeutsch “Bokeh”, ankommt. Überzeugendes Bokeh – ich les immer Bouquet, sozusagen die Fülle des Geruchs nach Unschärfe – erzeugt man am geeignetsten mittels eines entsprechenden Objektivs.

Meine Empfehlung dafür: Das Noctilux. Kam heuer in einer Neuauflage mit einer Lichtstärke von 1:0,95. Das alte, seit 1975 am Markt, wurde verabschiedet.

Ein paar schöne Beispiele für Noctilux-Bilder.

Zusammengefasst

Apple, News October 22nd, 2008

Apple hat gestern wieder einmal seine Quartalsergebnisse publik gemacht und hat sich mit dem iPhone nun wirklich das dritte Standbein geschaffen, von dem Steve Jobs gesprochen hat.

John Gruber von Daring Fireball stellt sich die Frage:

So the question is: Despite continuing strong iPod sales and record-breaking Mac sales, how long until the iPhone is undeniably the primary product and platform made by Apple?

My answer: Not long.

And I think Apple’s executive team sees it the same way. (The Phone Company)

Telefone verkaufen sich anscheinend noch leichter als Computer.

Details zu den Ergebnissen finden sich wie immer umfangreich bei AppleInsider:

Apple profits rise 26% on sales of 2.6M Macs, 6.8M iPhones
Steve Jobs on Apple’s cash, NetBooks, Apple TV, and cheap PCs
Notes of interest for Apple’s Q4 2008 conference call
Apple iPhone 3G sales surpass RIM’s Blackberry

Ohne Titel

Gedanken, Haiku, Schreiben October 21st, 2008

Perfektion ist
hüllenlos verschleierte
Unerreichbarkeit.

Kommentar zu einer Übertragung

Gedanken, Medien, News October 20th, 2008

Haiders rühmliches Ende hat zumindest zwei lesenswerte Kommentare hinterlassen. Einen von Robert Menasse (“Haider, der unerkannte Austrofaschist“), sowie jenen von Christoph Chorherr (“Was ist das für ein Land?“). Mekka hat am Tag nach dem Happening ein Fazit verfasst und gefragt, wie man auf diesen Tod reagieren möchte? Die Presse, in dem beide oben verlinkten Kommentare erschienen sind, hat interessanterweise erst wieder, im Rahmen der Berichterstattung zu Tod und Bestattung Haiders, beim Artikel Christoph Chorherrs die Kommentarfunktion freigeschaltet, die bei den Artikeln zuvor noch mit dem Satz

Aufgrund vieler pietätloser Postings ist die Kommentierfunktion für Beiträge zum Tod Haiders bis auf weiteres deaktiviert.

verabschiedet wurde. Es kann sein, dass dies auch schon zuvor geschehen ist, hier ist es mir aufgefallen.

Christoph Chorherr hat in meinen Augen einerseits Recht – ja, man muss Trauerfeiern nicht zwangsläufig in voller Länge übertragen und alle, die das nicht sehen möchten, damit quälen – andererseits haben gerade solche Trauerfeiern in Österreich eine Tradition, die über jene anderer Länder hinaus geht. Dass die pompes funébre auch im Wienerischen ihren Widerhall gefunden haben, sei nur ein Indiz dafür, wie auch, dass die “schene Leich” der letzte Wunsch vieler nicht nur in Wien ansässiger Österreicher ist. Die Existenz des Wiener Vereins, der damit wirbt, dass man als frisch Verstorbener niemandem zur Last fallen muss, wenn man entsprechend vorsorgt, verstärkt diesen Eindruck nur.

Mit der Übertragung des Begräbnisses und den dort gehaltenen Grabreden wird natürlich ein Bild des Verstorbenen gezeichnet, das nicht länger der Realität entspricht, dem auch unmöglich entsprechen kann, ist doch die augenblickliche Realität nur noch die Erinnerung an den Toten. Während des Begräbnisses versagt es die Pietät, Kritik zu üben, wie auch die Wahl der Redner es vorsieht, dass an diesem Ort zu dieser Zeit Eintracht und Friede herrscht, so dass Tränen in Strömen fließen können. Ganz so, wie es gedacht ist. Die Erbstreitigkeiten beginnen erst nach der Show.

Diese Trauershow zu senden, dazu hatte der ORF in meinen Augen durchaus das Recht. Eine große Anzahl wollte genau jenes sehen, auch wenn die Mehrheit dazu schweigt. Die Mehrheit schaut wahrscheinlich ein anderes Programm, schaut garnicht fern, ist gerade einkaufen, spielt mit den Kindern, surft im Internet oder geht einer anderen Tätigkeit nach. Fernsehen ist immer ein Programm für eine Minderheit. Was die schweigende Mehrheit möchte, würde jeder Meinungsforscher gerne wissen. Aber die Mehrheit schweigt sich lieber aus. Sie schaut sehr viel zu und weg. Die Minderheit, die ihre Meinung dazu äußern möchte, ist gefordert. Nicht die schweigende Mehrheit. Die hat für gewöhnlich anderes zu tun.