Vorsichtfenster

Computer, News, Software, Tippfehler October 30th, 2008

Beim Lesen des Artikels “Ausblick auf das neue Windows” auf futurezone.orf.at bin ich gestolpert. Dann musste ich kurz nachdenken, was das nun wieder heißen soll. Vorsichtfenster. Ein Fenster, um Vorsicht walten zu lassen? Ein Voraussichtfenster?

“Offene Programme sollen über den Taskbar leichter zugänglich werden, so gibt es etwa ein größeres Vorsichtfenster.”

Ah! Er meint sicher, dass zu bestätigende Nachrichten oder Alarme in einem größeren Fenster angezeigt werden. Um den Benutzer noch schneller und besser auf mögliche Probleme aufmerksam zu machen. Nein. Auch nicht.

Ich hasse Anglizismen. Warum muss man preview window dermaßen übersetzen? Verfügen moderne Journalisten nicht mehr über ausreichend Deutschkenntnisse, um technische Begriffe angemessen zu benennen? Warum nicht etwas wie Vorschau? Warum nicht einfach einen kurzen Blick nach LEO und im Wörterbuch nachschlagen?

Romy

News October 28th, 2008

Mekka hat nach langer Zeit endlich mal wieder ein neues T-Shirt aufgelegt und nimmt Bestellungen entgegen. Diesmal: Romy.

mekka blue

“More Nudes”

Fotografie, News October 27th, 2008

Es ist wieder Bitesnich-Ausstellung. Diesmal in der Galerie Westlicht. Morgen, 28.10. ist Eröffnung, die Ausstellung läuft bis 5.1.2009. Vor einiger Zeit, 2004, war eine Bitesnich-Schau im KunstHausWien, welche schon sehr sehenswert war.

Bitesnichs auf Bild gebannte Körperskulpturen sind absolut sehenswert und im relativ intimen Rahmen der Galerie Westlicht anzunehmend annehmend in Szene gesetzt.

Die späte Rache des Reich-Ranicki

Gedanken, Medien, News October 23rd, 2008

Es kann kaum noch lustiger werden. Inzwischen richten sich alle Beteiligten gegenseitig schlechte Wünsche aus und sagen sich, wie unrecht sie doch haben mit ihrer Meinung vom Programm des deutschen Fernsehens und seiner Qualität. In den Medien wird nicht einmal mehr über die Medien, über sich selbst, gestritten, sondern nur noch unter den Beteiligten. Es ist lustig. Erheiternd. Zum Weinen.

Reich-Ranicki fing an. Daran besteht kein Zweifel. Ich habe mir nicht den Deutschen Fernsehpreis angesehen. Er musste. Man hat ihn gezwungen, da man ihm einen Preis überreichen wollte, für sein Lebenswerk. Nun, daraus wurde nichts. Dafür darf zumindest ich mich amüsieren über eine zunehmende Aufrüstung der Worte seit der Aufzeichnung der Preisverleihung. Hat Elke Heidenreich, die jetzt als Konsequenz der Diskussion vom ZDF entlassen wurde, sich anfangs noch darüber echauffiert, was man dem armen Mann in seinem Alter von 88 Jahren noch zumutet, blieb es nicht sehr lang dabei dem einsamen Kommentar in der FAZ. Die Retourkutschen der versammelten Fernsehfront folgten bei Fuß. Thomas Gottschalk, ein direkt Betroffener, Harald Schmidt oder Helmut Thoma, Bandenspiel.

Eines muss man dem großen alten Herren der deutschen Literaturkritik lassen: Er hat es geschafft, den Qualitätsdiskurs nicht nur im Bereich öffentlich-rechtlicher Medien neu zu beleben, sondern über den gesamte deutschen Fernsehbereich hinweg. Mit einer einzigen Aktion. Wer kann das schon von sich behaupten?

Zwei Fragen bleiben:

  1. Springt die Diskussion auch auf Österreich über?
  2. Was geschieht mit den Statuetten, die nicht überreicht wurden? (Was in diesem Fall allerdings bekannt ist…)

FAZ
Reich-Ranickis gerechter Zorn
Reich-Ranicki sorgt für Eklat: „Blödsinn“
Marcel Reich-Ranicki im Interview: „Ich konnte es nicht mehr aushalten“
Reich-Ranicki macht den Handke
Reich-Ranicki im Videointerview: Nur keine Langeweile!
Die Jury des Deutschen Fernsehpreises erklärt sich

Das Literatur-Café
Grrroßartig: Reich-Ranicki lehnt Deutschen Fernsehpreis ab und kritisiert »diesen Blödsinn«

Die Zeit
Befreiend, aber leider sinnlos

Die Presse
Reich-Ranicki: Preis abgelehnt, Sendung gewonnen
Reich-Ranicki hält Debatte über TV-Qualität warm
Harald Schmidt spottet über Reich-Ranicki
Reich-Ranicki nimmt Gottschalk in Schutz
Nach Reich-Ranicki: ZDF trennt sich von Elke Heidenreich

Fünf Farben

Gedanken, Haiku, Schreiben October 23rd, 2008

Diese Haiku-Kavalkade wurde von mir geschrieben im Rahmen einer Schreibwerkstatt in Heidenreichstein im Oktober 2006 unter der Leitung von Robert Schindel. (Als Ersatz für das fehlende Haiku von gestern)

Wie bekannt, war es im Oktober 2006 als Kaiser Alfred I. den Thron erklomm. Die Haiku-Kavalkade spielte auf das Ergebnis der Nationalratswahl an. Spannend, das heute noch einmal zu lesen.

Der Abend rot, ist
durchsetzt von Jubeltränen.
Offene Zukunft?

Nicht immer geschieht
ohne Beten ein Wunder.
Schwarzer Trauerflor.

Offen für alles,
aber sicher ist kaum was.
Ausgleich ist grüner.

Blaues Aug’ ist an
Segen reich daheim im Bau.
Gewinnt er doch noch?

Zukunft verspricht er,
ganz egal ob sie’s wünschen.
Überall im Land.