Schneeleopard

Apple, News June 10th, 2008

Die gestrige Eröffnungsrede von Steve Jobs anlässlich der WWDC’08 wurde von ihm auch dafür genutzt, den Namen der kommenden Mac OS X Version zu verlautbaren, “Snow Leopard”. Nähere Details zum System gab es dann erst später, am kalifornischen Nachmittag und in unserer Nacht. Die spärlichen Details, die Apple veröffentlicht hat, lassen für’s erste darauf schließen, dass der Schneeleopard eine nahe Verwandtschaft mit dem Leoparden aufweist. Ein Kommentar auf Ars Technica zieht den gleichen Schluss:

“But, knowing it’s going to be a more polishing release, the name is cute and shows that. Leopard -> Snow Leopard sounds like a tweaking.” Comment by richi3

Der Schneeleopard als verwandte Art des Leoparden.

Die Features, die angekündigt wurden, sind in meinen Augen allerdings sehr interessant. Wenn man mitdenkt, dass sich der Schneeleopard noch ungefähr ein Jahr Zeit lässt, bis er einläuft, optimiert ist für Berechnungen über die GPU, besseres Threading und bessere Unterstützung von Mehrkernprozessoren mitbringt, und zur gleichen Zeit Intel geplant hat, die nächste Prozessorgeneration Nehalem sowie auch das mir noch immer etwas rätselhafte GPU-Projekt Larrabee abgeschlossen haben möchte (siehe Präsentation), dann sollte das eine verdammt interessante neue Generation von Apple Rechnern geben. Und diese wäre dann verdammt gut aufeinander abgestimmt.

Ich gehe im Augenblick auch noch davon aus, dass da noch einiges an Features hinzukommen wird, wohl aber nicht Features im Format von Time Machine oder Spaces.

Apple
Mac OS X Snow Leopard

Appleinsider
Apple previews Mac OS X Snow Leopard with QuickTime X

Heise News
WWDC: OS X 10.6 versteht sich mit Microsoft Exchange

All Things Digital
OS X “Uncia Uncia” Just Didn’t Pop Like OS X “Snow Leopard,” Huh?

Ars Technica
Apple lets loose a few small details about Snow Leopard

Roughly Drafted
Snow Leopard Server Takes on Exchange, SharePoint 

Meine Güte…

Medien, Netz June 8th, 2008

Google ShellEs ist interessant, worauf Entwickler kommen, wenn es darum geht, Möglichkeiten auszuloten. Goosh, die Google Shell, ist genau so ein Fall. Eine in AJAX, einer der im Augenblick angesagtesten und modernsten Web Technologien, geschriebene Shell. Ein Command Line Interface für Google. Eine der ersten Möglichkeiten, auf Computer zuzugreifen, die erste nach der Lochkarte, trifft eine der aktuellesten Lösungen, im Netz zu suchen.

Ich frage mich schon die ganze Zeit, wie man auf die Idee kommt, eine Shell für eine Suchmaschine zu entwerfen und umzusetzen. Was ist das Ziel dahinter? Welchen Zweck verfolgt man damit? Einfach, weil es möglich ist, das zu tun? Es ist noch dazu sehr elegant gemacht, sehr Unix-ähnlich. Alle wesentlichen Elemente einer Shell sind enthalten. Mehrsprachigkeit ist ebenfalls möglich.

Die Google Shell ist in vielen Dingen der klassischen Unix Shell angenähert, bash zum Beispiel. Um zu sehen, wie das Ganze funktioniert, ist es am einfachsten, “help” als Befehl in die Kommandozeile einzugeben. Die präsentierte Liste von möglichen Befehlen ist in keinem Fall zu kurz und ermöglicht, auf zahlreiche Funktionen von Google zuzugreifen. Von einer normalen Suche, die immer die ersten 4 Treffer ausgibt, bis zur “I feel lucky”, Übersetzungen und ähnliches ist alles möglich.

CNet News
Goosh: A retro Web app with cutting-edge interface