Journalistische Rechenkünste

News, Tippfehler May 29th, 2008

Prognose: Weniger PKW, mehr Fahrräder

Ich bin immer wieder verwundert darüber, welche Ausbildung JournalistInnen in Österreich absolvieren müssen, um zu Glanzleistungen wie 60 weniger 48 ist 20 zu kommen. Und darüber, wie die Qualitätskontrolle (alias Lektorat) von Pressetexten aussieht. Aber so lange Word keine Fehlerkorrekturen für in den Text inkludierte Rechnungen anbietet, wird es immer wieder zu solchen kleineren Verwirrspielen kommen.

Genauer Wortlaut der Passage:

Beträgt (des PKW-Verkehrs) Anteil am privaten Verkehrsaufkommen heute fast 60 Prozent, könnte er im Jahr 2020 auf 48 Prozent sinken. Das wäre ein Rückgang um 20 Prozent.

Die Presse
Prognose: Weniger Pkw, mehr Fahrräder

OLPC v2.0

Netz, News, Technologie May 28th, 2008

Ich habe mir gelegentlich überlegt, wie ein Gerät aussehen könnte, dass so flexibel wie möglich Ein- und Ausgabe mit vielfältiger Benutzbarkeit verbinden könnte. Für diesen Zweck die Form eines Buches, um genau zu sein, eines Diptychons zu wählen scheint ziemlich genial zu sein. Zwar ist damit die Verwendung des Geräts im Stehen, um darauf zu schreiben, nicht mehr ganz so einfach wie wenn man eine einfache Platte in der Hand hielte – eine Platte liegt immer eben vor einem und nicht in einem Winkel wie ein in einer Hand am Falz gehaltenes Diptychon – dafür bietet die gewählte Form genau jene Möglichkeiten, die man von Buch oder Collegeblöcken gewöhnt ist, wie auch die Möglichkeit, einen virtuellen Laptop daraus zu kreieren, indem man ein Display als Tastatur benutzt. Dass man damit einen etwas harten Anschlag beim Schreiben hätte, wenn man mit seinen Fingern direkt auf einem Bildschirm trommelt, sei einmal dahingestellt. Nachdem man aber, wie auf den Bildern in den Artikeln gezeigt, zwei Touchscreens hat, könnte man mit einer entsprechend qualitätvollen Handschriftenerkennung hier tatsächlich wie mit einem Notizblock arbeiten, wenn man das wünschte. Die gewählte hybride Form aus Buch (eBook) und Laptop, aus Wachstäfelchen und Collegeblock, eine Zusammenführung, ein Best-Of von Schreib- und Lesemedien, scheint mir auf den ersten Blick nach einer optimalen Lösung zu greifen. Bleibt nur zu hoffen, dass die Implementation entsprechend gut erfolgt, damit die Software das hält, was die Hardware verspricht.

Heise News
OLPC-Initiatorin entwickelt neues Notebook-Display
Projekt One Laptop per Child stellt “XO-2″ vor

Gizmodo
OLPC XO Laptop 2.0 Has Dual Touchscreens, Looks Amazing and Future-y 

Ars Technica
OLPC 2.0 coming; will project survive to see its launch?

XConomy
Negroponte Unveils 2nd Generation OLPC Laptop: It’s an E-Book

LaptopMag
First Look: OLPC XO-2 

TechCrunch
OLPC 2.0: A Striking eBook and a Step In the Right Direction 

BBC News
Design revamp for ‘$100 laptop’

Öfters mal in die Kirche

News May 27th, 2008

In die Kirche gehen kann, zumindest nach offizieller katholischer Meinung, der Seele nicht schaden. Falls man sich im Falle eines Kirchengangs auf Hochämter und große Feste beschränkt, kann man mit Drogen in Kontakt kommen, solange der Priester darauf bedacht ist, nur den guten, echten Weihrauch zu benutzen.

Telepolis
Weihrauch ist eine psychoaktive Droge

Olympisches Ab-Fackeln

Gedanken, News May 22nd, 2008

Die diesjährige Ausgabe des olympischen Fackellaufs ist problemdurchsetzt wie selten zuvor. Selbst 1936, als die Fackel zum ersten Mal durch die Lande gelaufen wurde, gab es weniger Probleme als dieses Mal. Jetzt wehrt sich schon Mutter Erde, dass dieser Fackelzug endlich zu einem Ende kommt, und bebt. Die Unterbrechung währt diesmal drei Tage.

Ich finde es aber noch immer spannend, dass kaum eine Zeitung darüber berichtet hat, dass dieser Fackellauf lebender Rest von Nazi-Propaganda ist.

BBC news
The Olympic torch’s shadowy past

Kurier
Japanische Mönche boykottieren Fackel

[Update] Die FAZ hat inzwischen noch einen weiteren interessanten Artikel (“Ganz und gar ein politisches Unternehmen“) zu den Spielen von 1936 veröffentlicht, in dem sehr stark auf den damaligen Widerstand gegen die nationalsozialistisch geprägte Veranstaltung hingewiesen wird.

Da haben sie aber lang gebraucht…

Medien, Netz, News, Technologie May 22nd, 2008

Für diese Erkenntnis. Die Musikindustrie hat bemerkt, dass die gute alte Möglichkeit, sich Musik einfach von seinen FreundInnen kopieren zu können, noch immer eine ungleich größere Menge an kopiertem Material darstellt, als alles, was man aus dem Netz lädt. Ist doch einfacher, mit der externen Festplatte einfach rüberzumarschieren und drauflos zu kopieren, als dass man das Zeug mühselig am erstbesten Downloadservice suchen muss, um dann endlos zu warten, bis es endlich eintrifft.

Die Presse
Illegale Downloads sind nur die Spitze des Eisbergs